Blog 8: Wie alles begann – Mein erster Schritt in die Motorsportfotografie
- Maikel Fuhrmann

- Aug 11
- 2 min read
Updated: Aug 31
Manchmal entstehen die besten Geschichten aus einer simplen Nachricht.Im Sommer 2022 sah ich, wie ein Freund von mir – Arne Lanzendörfer – immer wieder Bilder aus der DMV Classic Masters postete. Gute Momente, aber fotografisch… sagen wir: da ging noch was. Also schrieb ich ihm:"Wenn du mal in der Nähe fährst und richtig gute Fotos brauchst – sag Bescheid."
Vier Wochen später stand ich das erste Mal am Nürburgring. Und dieser Tag sollte alles verändern.

Der Moment, der klick machte
Ich erinnere mich noch genau: Hinter der Leitplanke, nur ein paar Meter Metall zwischen mir und den Autos, die mit über 200 km/h an mir vorbeischossen.In diesem Moment wurde alles ruhig. Kein Gedanke an die Welt draußen, nur Fokus. Es war nicht die Gefahr, die mich packte – es war dieses Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.
An diesem Tag lernte ich auch Daniel Mertens kennen, den Mentor von Arne. Wir sprachen kurz – und keine vier Wochen später war ich offiziell Fotograf bei der NLS. Eine Tür hatte sich geöffnet, und ich wusste: Da will ich durch.

Ein Start im Regen
Mein erstes richtiges Rennen am Nürburgring war… sagen wir: unvergesslich.Ich hatte mir ein Wohnmobil besorgt, das undicht war. Meine Klamotten waren für Sommer ausgelegt, die Eifel aber hatte andere Pläne. Drei Tage Dauerregen. Eiskalt. Ich war durchgefroren, aber auch fest entschlossen.Und offenbar hatte ich meinen Job gut gemacht, denn wir arbeiten bis heute zusammen.
Lektionen aus der Anfangszeit
Am Ring gibt es viele großartige Fotografen. Manche teilen ihr Revier, andere gar nicht. Das war am Anfang hart, aber es hat mich auch härter gemacht. International habe ich inzwischen viele Strecken erlebt und trotzdem ist der Nürburgring in Sachen Konkurrenz und Härte einmalig.
Die ersten Schritte mit überschaubarem Equipment
Damals startete ich mit einer Sony A7 III, einem 70–200mm f/4 und einem 35mm f/1,4. Das reichte, am Anfang. Doch Motorsport hat seine eigenen Anforderungen, und so kam schnell ein 200–600mm dazu, später ein 70–200mm f/2,8. Heute gehören auch ein 14mm f/1,8 und mein geliebtes 300mm f/2,8 zu meinem Arsenal.
Mein erstes veröffentlichtes Bild
Arne, wie er nach dem Rennen aus der Sektflasche trinkt. Kein Action-Shot, kein epischer Mitzieher. Aber echt. Und echt schlägt alles.

Der emotionale Höhepunkt
Das 24H-Rennen am Nürburgring ist schon als Fan überwältigend. Aber als Teil eines Teams dort zu stehen, nachts in der Boxengasse, den Motoren zu lauschen und die Erschöpfung in den Gesichtern zu sehen das ist etwas, das dich nie loslässt.

Was ich meinem früheren Ich sagen würde
Unterschätze nie das Eifelwetter. Genieße jeden Moment.Und vergiss nie:„Fotografie ist die Kunst, Sekunden unsterblich zu machen.“ – Maikel Fuhrmann
Nächste Woche: Blog 9 - Warum ich auch nach 3 Jahren Rennen immer noch den Nervenkitzel vor dem ersten Foto spüre – und wie sich meine Routine über die Jahre verändert hat.




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