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Blog 6: Wenn die Sonne untergeht – Warum Licht das stärkste Stilmittel der Fotografie ist

  • Writer: Maikel Fuhrmann
    Maikel Fuhrmann
  • Jul 21
  • 2 min read

Updated: Aug 31

Licht ist für viele Fotografen das entscheidende Gestaltungsmittel, für mich ist es ein Werkzeug, kein Dogma. Ich sehe zuerst das Motiv. Natürlich gibt es Momente, in denen Motiv und Licht zusammenspielen, fast wie inszeniert. Aber oft bin ich derjenige, der das Beste aus dem Licht herausholen muss, nicht andersrum.


Natürliches Licht? Immer situationsabhängig

Wie ich Licht nutze, hängt vom Motiv ab. Manchmal fotografiere ich ein Auto im Seitenprofil und plötzlich trifft das morgendliche Goldgelb der Sonne perfekt auf die Front oder Hinterseite. Oder ich nutze Reflexionen von weißen Wänden, um weichere Lichtflächen zu erzeugen.

Die Golden Hour ist für mich nach wie vor magisch, besonders in Afrika. Dort wirken die Farben satter, wärmer, einfach voller Leben. Es ist schwer zu erklären, aber es fühlt sich anders an.

Ein wuchtiger Elefant tritt aus dem Schatten ins warme Licht, das goldene Afrika erwacht.
Ein wuchtiger Elefant tritt aus dem Schatten ins warme Licht, das goldene Afrika erwacht.

Schwierige Bedingungen & Lieblingslicht

Was ich gar nicht mag: Mittagssonne. Sie knallt von oben auf die Fahrzeuge, wirft unruhige Schatten, macht Details kaputt. Auch wenn die Sonne hinter den Tribünen auf Start-Ziel untergeht, ist das Licht schwierig, die Strecke wirkt dann flach, kontrastarm.

Trotzdem: Moderne Kameras wie meine Sony A1 oder A7R IV kommen mit schwierigen Lichtverhältnissen gut zurecht. ISO 2000 ist längst kein Problem mehr, solange die Nachbearbeitung sitzt.


Was sich mit der Zeit verändert hat

Ein enger Bekannter von mir war tief in der Porträtfotografie unterwegs. Er hat Licht geradezu zelebriert, das hat mich geprägt. Ich wusste dadurch früh, wie ich Licht lenken oder nutzen kann.

Heute gehe ich bewusster damit um: Bei Porträts, beim Fußball, in der Boxengasse, ich versuche, das Licht als Teil der Komposition einzubauen. Das war früher anders. Damals war Licht eher „da“, heute ist es Teil meiner Bildsprache.


Ein Ford Mustang GT3 schießt durch die Boxengasse, eingefangen in der ersten Lichtlache des Tages.
Ein Ford Mustang GT3 schießt durch die Boxengasse, eingefangen in der ersten Lichtlache des Tages.

Auch Lichtlosigkeit hat Magie

Trotzdem fotografiere ich auch bei „schlechtem Licht“. Weil Momente wichtiger sind als perfekte Bedingungen. Und weil sich in Lightroom vieles nachformen lässt, ohne zu faken, sondern um die Stimmung zu unterstützen.

Ein Bild muss nicht im schönsten Licht entstehen. Es muss ehrlich sein. Und wenn das Licht dann auch noch passt, dann wird aus dem Foto etwas Besonderes.



Instagram: @fuhrmannfs



Nächste Woche: Mein Setup – Welche Kamera ich wann nutze und warum.

 
 
 

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